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Beobachter sorgen sich um Lage von Minderheiten in der Türkei

Nach dem Referendum in der Türkei fürchten Beobachter Verschlechterungen für die ethnischen und religiösen Minderheiten in dem Land. "Es deutet nichts auf eine Deeskalation der Situation, stattdessen polarisiert sich die Gesellschaft zunehmend", sagte Timo Güzelmansur, Leiter der Christlich-Islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) in Frankfurt, am Dienstag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Zur Lage der Christen in der Türkei sagte der katholische Theologe, der aus Antakya stammt: "Seit die Regierungspartei AKP und mit ihr Erdogan in der Türkei an der Macht sind, leben die Christen in der Türkei aus der Hoffnung, dass eine religiös sensible Regierung ihre Situation verstehen und verbessern würde." Zwar habe es hier und da Verbesserungen gegeben. "Aber an den grundsätzlichen Problemen hat sich nichts verändert."
Am Sonntag hatte eine knappe Mehrheit der Wähler in der Türkei für eine Änderung in der Verfassung votiert. Sie räumt Präsident Recep Tayyip Erdogan deutlich mehr Macht als bisher ein.
Auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) äußerte sich besorgt und übte scharfe Kritik an dem Kurs Erdogans. Der Präsident habe für seine Ziele einen "extremen türkischen Nationalismus" angefacht, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. "Es ist abzusehen, dass Erdogan bei wirtschaftlichen oder anderen Problemen passende Sündenböcke und Blitzableiter suchen wird." Neben der Bewegung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen seien davon voraussichtlich insbesondere ethnische und religiöse Minderheiten betroffen.

KNA

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