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Boliviens Bischöfe: Beziehungen zum Staat sind kalt und formell

Rund zwei Jahre nach dem Besuch von Papst Franziskus in Bolivien sieht der Vorsitzende der dortigen Bischofskonferenz, Bischof Ricardo Ernesto Centellas Guzman von Potosi, weiter Verbesserungsbedarf für die Beziehungen zwischen Staat und Kirche.

Die Papstvisite sei zwar aus pastoraler Sicht eine Hilfe und ein wichtiger Impuls gewesen; das Klima zwischen der sozialistischen Regierung von Präsident Evo Morales und der Ortskirche sei jedoch kalt und formell, sagte Centellas der chilenischen Zeitung "El Mercurio".

Die Spannungen zwischen Staat und Kirche beruhen nach Centellas' Einschätzung darauf, dass die katholische Kirche nicht schweige. "Es ist unmöglich, dass wir das Evangelium verkünden können, ohne soziale oder politische Themen anzuschneiden. Das ist Teil des menschlichen Lebens", so der Bischof. Die katholische Kirche in Bolivien werde auch weiter Themen wie Korruption, Gewalt und das sich verschärfende Problem von Frauenmorden ansprechen.

KNA

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