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Französischer Erzbischof erinnert an ermordeten Priester Hamel

Der Erzbischof von Rouen, Dominique Lebrun, hat bei einer Gedenkmesse an den vor einem Jahr ermordeten Priester Jacques Hamel erinnert. "Der Hass hat nicht triumphiert und wird nicht triumphieren", sagte Lebrun zu Beginn der Messe. Hamel feiere Tag für Tag, Stunde für Stunde die Messe in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray, wo er vor einem Jahr von zwei Dschihadisten brutal getötet worden war. Hamel sei ein "echter" Vater für die Gemeindemitglieder gewesen und lebendiger als je zuvor.

Die Ideologie könne junge Menschen in einen "Kreis der unkontrollierbaren Gewalt" bringen. Lügen, Neid, der Wunsch nach Aufmerksamkeit und Ungerechtigkeit bedrohten den Wunsch nach friedlichem Zusammenleben. Hamel sei nicht alleine gestorben, sondern mit Jesus Christus, so Lebrun. Er habe sich für die anderen hingegeben.

An der Gedenkmesse nahmen neben den Angehörigen auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sowie Vertreter der Muslime in Frankreich teil. Anschließend sollte zu Ehren Hamels ein Gedenkstein für Frieden und Brüderlichkeit vor der Kirche geweiht werden. Am Abend findet eine Vesper in der neun Kilometer entfernten Basilika Notre-Dame von Bonsecours in Rouen statt.

Papst Franziskus hatte fast unmittelbar nach Hamels Tod die vorgeschriebene Fünf-Jahres-Frist bis zum möglichen Beginn eines Seligsprechungsverfahrens ausgesetzt; im April wurde das Verfahren für Hamel offiziell eröffnet. Die Seligsprechung ist eine Vorstufe zur Heiligsprechung. Ein Seliger darf im Unterschied zum Heiligen nur auf lokaler Ebene verehrt werden. Hamel gilt als Vorzeigemärtyrer des 21. Jahrhunderts.

KNA

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