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Frauenverbände gegen Down-Syndrom-Test als Kassenleistung

Katholische Frauenverbände weisen auf Risiken der Pränataldiagnostik und dem damit verbundenen Down-Syndrom-Bluttest hin. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) sieht die Gefahr, dass eine Weiterentwicklung der Untersuchungen zur gesellschaftlichen und individuellen Erwartung führe, ein vermeintlich perfektes Kind zur Welt zu bringen, heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag.

"Deshalb halten wir eine Zulassung des Bluttests, den der Gemeinsame Bundesausschuss aktuell als Kassenleistung und dadurch Regeluntersuchung in der Schwangerschaftsvorsorge prüft, für hoch problematisch", so kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen in Düsseldorf.
Die heute selbstverständlichen vorgeburtlichen Untersuchungen führten eher zu Verunsicherung und setzten Schwangere unter enormen psychischen Druck, erklärte Anke Klaus, Bundesvorsitzende des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF).
SkF und kfd wollen demzufolge einer Tendenz entgegentreten, wonach eine vermeintlich lückenlose Überwachung der Schwangerschaft zunehmend als unabdingbar erachtet wird. Sie möchten werdende Eltern unterstützen, kritisch nachzufragen und zu überlegen, welche vorgeburtlichen Untersuchungen sinnvoll seien. Das Ziel sei ein unverrückbarer gesellschaftlicher Konsens, "dass jegliches Menschenleben dieselbe Würde hat".
Seit August 2016 prüfen Ärzte und Krankenkassen eine mögliche Kostenübernahme des Bluttests bei sogenannten Risikoschwangerschaften. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet, ob und wie der Test anstelle der bisher üblichen Biopsie der Plazenta oder der Fruchtwasseruntersuchung im Rahmen der Regelleistungen eingesetzt werden kann.
In Deutschland ist der Test, bei dem durch genetische Analyse im Blut von Schwangeren auf die Chromosomenstörungen des ungeborenen Kindes geschlossen werden kann, seit 2012 verfügbar. Er wird von vielen Gesetzlichen Krankenkassen bislang nicht bezahlt. Die Kosten liegen je Untersuchung bei einigen Hundert Euro. Wird während der Schwangerschaft das Down-Syndrom oder eine andere Chromosomen-Abweichung festgestellt, entscheidet sich die Mehrheit der Schwangeren für eine Abtreibung.

KNA

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