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Für Bildung und gegen Diskriminierung - Vor dem Weltfrauentag

Mehr Bildung, besserer Zugang zu Gesundheitsmaßnahmen, gleiche Bezahlung im Job: Vor dem Internationalen Frauentag an diesem Mittwoch pochen Verbände und Hilfsorganisationen auf mehr Selbstbestimmung von Frauen weltweit.

Auf mehr Bildung für Mädchen pochen der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Organisation IN VIA, vor allem im Zusammenhang mit geflüchteten Frauen in Deutschland. Sie hätten "einen deutlich geringeren schulischen und beruflichen Bildungsstand" als Männer. Für die Integration sei es wichtig, dass sie rasch Zugang zu Sprachkursen, anderen Bildungsangeboten und Arbeit bekämen.
"Eine eigenständige Existenzsicherung ist grundlegend für demokratisches und gleichgestelltes Miteinander von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft", betonte KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth. Mehr als ein Drittel aller in Deutschland gestellten Asylanträge - rund 247.000 - kamen 2016 den Angaben zufolge von Frauen und Mädchen.
Die Hilfsorganisation ONE dringt ebenfalls auf Investitionen in die Bildung von Mädchen. "Wir werden extreme Armut niemals beenden, wenn wir der Bildung keine Priorität einräumen", heißt es in einem am Montag vorgestellten Bericht. Weltweit hätten rund 130 Millionen Mädchen keinen Zugang zu Bildung. Bei Mädchen, die keine Schule besuchten, sei die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie als Kinder verheiratet würden oder sich mit Krankheiten wie HIV ansteckten.
Der Deutsche Hebammenverband setzt sich für Selbstbestimmungsrechte von Frauen ein. So sollten sie entscheiden können, "wann und wo sie ein Kind zur Welt bringen". Der Verband kritisiert zudem die umstrittene Streichung staatlicher Gelder für Programme von Organisationen, die im Ausland Abtreibungen anbieten, durch US-Präsident Donald Trump. "Das Leben von Frauen und Mädchen darf nicht gefährdet werden durch Schwangerschaft oder Geburt", erklärte Präsidentin Martina Klenk.
Die Diakonie lenkt den Blick auf Gewalt gegen Frauen und moniert, dass die Finanzierung von Frauenhäusern oft unbefriedigend bleibe. Pro Jahr suchten in Deutschland etwa 16.000 Frauen mit fast ebenso vielen Kindern Zuflucht in einem Frauenhaus. Vor allem auf dem Land reiche das Angebot nicht aus, in den Städten gebe es Wartezeiten.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte würdigte anlässlich einer geplanten Ratifikation der "Istanbul-Konvention" durch Deutschland die hiesige Reform des Sexualstrafrechts mit dem Prinzip "Nein heißt Nein". Das Vorgehen Deutschlands sei "menschenrechtspolitisch wegweisend".
Das katholische Hilfswerk missio München ruft zum verstärkten Kampf gegen Diskriminierung auf. "Es darf nicht sein, dass Frauen und Mädchen als Handelsware missbraucht werden", so Präsident Wolfgang Huber. In vielen Regionen weltweit würden sie als Arbeitskräfte ausgebeutet, zwangsverheiratet oder in die Prostitution verkauft.
Das Europäische Statistikamt Eurostat blickt auf die Lage in der EU: In Deutschland verdienten Frauen in Führungspositionen im Schnitt 12,38 Euro weniger pro Stunde als Männer. EU-weit seien es 9,20 Euro.

KNA

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