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Heiligenkreuzer Mönche brechen auf zur Neuzelle-Wiederbesiedlung

Neubeginn nach über 200 Jahren: Vier Mönche des Wienerwald-Stiftes Heiligenkreuz in Österreich sind am Sonntagmorgen aufgebrochen, um im ostdeutschen Neuzelle nach wieder mit klösterlichem Leben zu beginnen. Der Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim gab der Vorhut des iederbesiedlungsprojekts seinen Segen für die Reise und für den Neustart.

Die vier Ordensmänner werden im Pfarrhaus von Neuzelle wohnen. Sie verrichten in der barocken Stiftskirche täglich ihre Stundengebete und feiern lateinische Messen, sagte der künftige Prior, Pater Simeon Wester. Die offizielle Begrüßung durch Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt ist für 3. September
vorgesehen. Ipolt hatte den Orden zur Neubesiedelung von Neuzelle eingeladen.
In den kommenden Monaten sollen laut den Planungen bis zu weitere vier Mitbrüder nach Brandenburg gesandt werden. Für September 2018, zum 750. Gründungsjubiläum des Klosters, ist nach Ordensangaben die feierliche und offizielle kanonische Errichtung des "Priorates Neuzelle" geplant.
Die Mitglieder der "Pioniergruppe" sind nach Angaben des Stifts Heiligenkreuz außer Pater Simeon, der zuvor auch Prior in Heiligenkreuz war, Pater Kilian Müller als Ökonom, Pater Philemon Dollinger als Religionslehrer für die örtlichen Schulen sowie Pater Aloysius Maria Florian Zierl (Haushalt und Sakristei).
Die Klosteranlage Neuzelle nahe Frankfurt an der Oder wurde vor rund 200 Jahren von Preußen verstaatlicht. Sie ist weiter im Besitz der landeseigenen Stiftung Stift Neuzelle; die Landesregierung unterstützt den "Neustart" des Klosters. Dessen Architektur gilt als nördlichstes Beispiel süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa. Die 1268 von Markgraf Heinrich dem Erlauchten gestiftete Klosteranlage zieht jährlich rund 120.000 Besucher an. Sie wurde in den vergangenen Jahren für rund 50 Millionen Euro aus Mittel von EU, Bund und Land Brandenburg saniert und restauriert.

KNA

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