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Katholische Bischöfe verurteilen Hass und Hetze

Zu Zusammenhalt und Wachsamkeit gegenüber "rassistischen und menschenfeindlichen Ideologien" rufen die katholischen Bischöfe in Deutschland auf. "Eine Gesellschaft, in der Menschen aus verschiedenen religiösen Traditionen friedlich zusammenleben, steht für Stärke, nicht für Schwäche!", heißt es in einem am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Schreiben des Limburger Bischofs Georg Bätzing. Darin übermittelt der Vorsitzende der Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz für den Interreligiösen Dialog den Aleviten in Deutschland zum Beginn der zwölftägigen Muharram-Fastenzeit und dem anschließenden Asure-Fest am 3. Oktober Glück- und Segenswünsche der Bischöfe.

Die Aleviten sind eine Glaubensgemeinschaft, die sich im 13. und 14. Jahrhundert in Anatolien aus dem schiitischen Zweig des Islam entwickelt hat. Ihr Name verweist auf Ali, den Vetter Mohammeds und vierten Kalifen, den sie tief verehren, manche Aleviten sogar als Inkarnation Gottes. Die rituelle Gottesverehrung des Mehrheitsislam lehnen die Aleviten ab. Vorschriften der Scharia und die fünf Säulen des Islam - etwa die täglichen Pflichtgebete oder das Fasten im Ramadan - halten sie für unwichtig.
Die Fastenzeit sei für viele Menschen eine willkommene Unterbrechung des alltäglichen Lebens, schreibt Bätzing. Zugleich könne sie "hilfreich sein, sich auf das Verbindende unter den Menschen zu besinnen und das Trennende nicht übermächtig werden zu lassen".

KNA

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