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Kirche verurteilt Angriff wegen christlichen Kreuzes scharf

Das Erzbistum Berlin hat den offenbar religionsfeindlich motivierten Angriff auf einen 23-Jährigen im Stadtteil Neukölln scharf verurteilt. "Für eine solche Gewalttat habe ich kein Verständnis", betonte am Dienstag Generalvikar Pater Manfred Kollig. Er äußerte sein Mitgefühl mit dem Opfer, das nach Angaben der Polizei wegen einer Kette mit christlichem Kreuz erheblich verletzt wurde. Nach Medienangaben stammt der Angegriffene aus Afghanistan.

Kollig rief zur Achtung und Verteidigung der Religionsfreiheit auf. "Jeder hat das Recht, seinen Glauben und seine Überzeugung auch zu zeigen", so der Generalvikar. "Wer Uniformität will statt Vielfalt, spaltet statt zu verbinden." Kollig erinnerte an das Motto der am Donnerstag in Berlin beginnenden Interkulturellen Woche: "Vielfalt verbindet".

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Angriff in der Nähe des S- und U-Bahnhofs Neukölln. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten zwei Männer den 23-Jährigen auf seine um den Hals getragene Kette mit einem Kreuz angesprochen und gefragt, warum er Christ geworden sei. Einer soll dem Angesprochenen die Kette vom Hals gerissen und auf den Boden geworfen haben. Anschließend habe er ihn mehrmals mit seiner Faust ins Gesicht geschlagen. Der zweite Mann soll den Attackierten festgehalten haben, während ihm der erste Angreifer zwei Schnittverletzungen am Oberkörper zugefügt habe. Anschließend seien die Angreifer geflüchtet und hätten den Mann verletzt zurück gelassen.

Nach Angaben der Polizei informierte das Opfer mit seinem Handy Bekannte, die dann Polizei und Rettungskräfte alarmierten. Sanitäter brachten den Verletzten zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen.

KNA

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