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Kirchen pochen im Erfurter Moschee-Streit auf Religionsfreiheit

Im Streit um die geplante Moschee in Erfurt-Marbach rufen die beiden großen Kirchen zu Besonnenheit auf. "Wer die Religionsfreiheit infrage stellt, sollte sich fragen, ob er auf dem Boden unseres Grundgesetzes steht", erklärten der katholische Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr und die evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann am Dienstagabend. Das Grundgesetz spreche Religionsgemeinschaften das Recht auf freie Religionsausübung zu, das "selbstverständlich" auch dann gelte, wenn sich Religion in Architektur ausdrücke.

Erneut verurteilten die Kirchen den Protest mit Holzkreuzen gegen die Moschee. "Das Kreuz als Symbol des Christentums ist ein "Zeichen der Gewaltlosigkeit, kein Kampfeszeichen", mahnten Neymeyr und Junkermann. Wer das Kreuz benutze, um Stimmung gegen andere Glaubensrichtungen oder gegen Andersdenkende zu machen, missbrauche dieses christliche Symbol.
Anfang März hatten Moschee-Gegner ein rund zehn Meter hohes Holzkreuz neben dem geplanten Bauplatz errichtet. Nachdem es umgestoßen worden war, stellten sie ein weiteres, vier Meter hohes Kreuz auf.
Der Moscheebau ist seit Monaten umstritten. Die Ahmadiyya-Gemeinde plant ein Gebäude mit Kuppel und Zierminarett. Es wäre der erste Moschee-Neubau in Thüringen und - mit Ausnahme von Berlin - nach Leipzig und Chemnitz das dritte derartige Projekt in einem ostdeutschen Bundesland. Die Kirchen und alle im Thüringer Landtag vertretenen Parteien außer der AfD begrüßen das Vorhaben grundsätzlich.

KNA

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