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Misereor sieht Versagen der internationalen Politik in Syrien

Zum sechsten Jahrestag des Beginns des Syrienkonflikts am 15. März fordert das katholische Hilfswerk Misereor, "die zaghaften, aber wichtigen Bemühungen der syrischen Bevölkerung um Frieden im Land zu unterstützen". Die internationale Politik habe versagt, daher seien eigene Friedensinitiativen der Menschen in Syrien für viele die einzigen Hoffnungszeichen, erklärte Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon am Mittwoch in Aachen.

"Was mit den friedlichen Demonstrationen und der Hoffnung vieler Syrer auf gesellschaftliche Veränderungen begann, ist Tod, Verwüstung und großer Hoffnungslosigkeit gewichen", so der Experte weiter. Nach den Grausamkeiten, die von allen Kriegsparteien begangen worden seien, herrschten großer Hass und Misstrauen in der Bevölkerung. "In dieser Situation kann die Logik der Gewalt nur durch Begegnung, gemeinsame Friedensinitiativen und ein menschliches Miteinander durchbrochen werden."

Die Zivilbevölkerung habe "längst den Glauben an eine Lösung durch die internationale Politik verloren", erklärte auch der syrische Jesuit und Misereor-Partner Sami Hallak aus Aleppo. In einem von ihm begonnenen Hilfsprogramm arbeiteten Christen und Muslime in Ost- und West-Aleppo zusammen, um die Not der Bevölkerung zu lindern, Essen und Wasser zu verteilen sowie Nachbarschaftshilfe zu organisieren.

Seit Beginn des Krieges stellte Misereor für Hilfsmaßnahmen in Syrien nach eigenen Angaben 3,6 Millionen Euro bereit. Mittlerweile hätten mehr als 450.000 Menschen ihr Leben verloren, 1,9 Millionen seien verletzt worden. Mehr als 5 Millionen Menschen seien ins Ausland geflohen, weitere 7,6 Millionen seien Vertriebene im eigenen Land.

KNA

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