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Mit Geld und Nahrungsmitteln gegen Hungerkatastrophe in Afrika

Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika dringen Hilfswerke auf eine verstärkte Unterstützung der Menschen in den betroffenen Staaten. So appellierte der Präsident von missio München, Wolfgang Huber, am Montag an die Weltgemeinschaft, ihre Kräfte zu bündeln und den Menschen zu helfen. Caritas international fordert mehr Investitionen in Wasserprojekte. Mit Nothilfen in Höhe von rund 860.600 Euro will das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" Familien im Südsudan, in Kenia und Burundi helfen.

Caritas international erklärte, der Bau von Rückhaltebecken und Zisternen sowie die Finanzierung von Pumpen und Trinkwasserfiltern könnten Hungerkrisen verhindern oder entscheidend entschärfen. In den Staaten im östlichen Afrika seien derzeit 20 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Es zeige sich, dass die Folgen von wiederkehrenden Dürren weit weniger katastrophal seien, wenn Vorsorge getroffen worden sei. Neben aktueller Überlebensnothilfe brauche es mittel- und langfristige Investitionen in eine bessere Wasserinfrastruktur.
Huber betonte: "Wenn die Katastrophe zur Normalität wird und uns kalt lässt, dann haben wir als Menschen und als Christen versagt." Es sei zynisch, afrikanische Staaten nur als korrupt zu bezeichnen, sich dabei zurückzulehnen und Menschen verhungern zu lassen. Nicht nur die Dürre sei verheerend. Der Konflikt im Südsudan etwa zwinge Hunderttausende in die Nachbarländer. In den Flüchtlingslagern Nordugandas, Kenias und Äthiopiens kämen täglich Tausende an.
Der Präsident der "Sternsinger", Klaus Krämer, betonte: "Die Ernährungssituation der Menschen im Südsudan und in der gesamten Region ist nicht erst seit ein paar Wochen katastrophal. Die vergangenen drei Jahre Bürgerkrieg haben nicht nur das Land destabilisiert, sondern auch zu enormen Ernteausfällen geführt." Für viele Menschen gebe es kaum Überlebenschancen.
Das Kindermissionswerk zitiert die Vereinten Nationen, die Ende Februar offiziell eine Hungersnot für mehrere Regionen des Südsudans ausgerufen hätten. Demnach sind schätzungsweise 100.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht, 4,9 Millionen Menschen haben zu wenig zu essen. Geschätzt werde, dass die Zahl bis April noch einmal um eine Million steige. "Dann werden wir wahrscheinlich weit über sechs Millionen Hungernde haben - jeder Zweite wird dann definitiv hungern und um sein Leben kämpfen müssen", hieß es. Geholfen werde solle darüber hinaus auch mit Medikamenten, die Mangelware seien.
Die Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen e.V. erklärte in Konstanz, der Weltwassertag am Mittwoch biete eine gute Gelegenheit, den eigenen Konsum zu überdenken. Es sei eine gemeinschaftliche Aufgabe, Menschen Zugang zu Wasser zu gewährleisten, dass sie nicht krankmache. Der Leiter der Hoffnungszeichen-Projekte, Marcel Kipping, fügte hinzu: "In vielen Teilen der Welt leidet nicht nur der Mensch, es leiden auch Flora und Fauna unter Wassermangel."

KNA

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