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Neue Spekulationen über Papstbesuch in Myanmar und Bangladesch

Spekulationen über eine bevorstehende Reise von Papst Franziskus in das mehrheitlich buddhistische Myanmar und das islamisch geprägte Bangladesch verdichten sich. Unter der Führung von Kardinal Charles Bo, dem Erzbischof von Rangun, ist eine Delegation des Vatikan mit Myanmars Armeechef General Min Aung Hlaing zusammengetroffen, wie der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Mittwoch berichtete.

Dabei soll es laut dem Portal auch um einen möglichen Besuch des Papstes in Myanmars Hauptstadt Naypyidaw im kommenden November gegangen sein. Die Delegation war demnach am Dienstag in Naypyidaw eingetroffen. In dem Gespräch hätten die Bischöfe die Hoffnung auf Frieden in dem Bürgerkriegsland betont.

Eine offizielle Bestätigung einer Papstreise nach Myanmar habe keiner der Gesprächsteilnehmer abgeben wollen, hieß es. Man wolle einer offiziellen Ankündigung durch den Vatikan nicht vorgreifen. Ein "hochrangiger Vertreter" des vatikanischen Presseamtes habe jedoch Ucanews gegenüber einen Besuch des Papstes in Bangladesch bestätigt. "Der Papst wird auf jeden Fall in diesem Jahr Bangladesch besuchen. Wir erwarten eine offizielle Ankündigung des Besuchs durch den Vatikan bis zum Ende dieses Monats", zitierte der Pressedienst den Vatikanmitarbeiter.

Daneben deutet Ucanews zufolge vieles auf einen Besuch von Papst Franziskus vom 27. bis zum 30. November in Myanmar hin, von wo aus er anschließend zu einem dreitägigen Besuch nach Bangladesch fliegen könnte. In der dortigen Hauptstadt Dhaka solle der Papst eine Messe feiern und 16 Diakone zu Priestern weihen. In Myanmar steht laut Ucanews ein Besuch in Naypyidaw sowie in Rangun auf dem Programm. Voraussichtlich werde der Papst in Naypyidaw zwei Gottesdienste feiern und in Rangun eine große Messe unter freiem Himmel. In beiden Ländern seien auch Begegnungen des Papstes mit den politischen und religiösen Führern vorgesehen.

Die beiden großen Konfliktherde in Myanmar sind das mehrheitlich christliche Kachin im Nordosten sowie Rakhine im Westen, an der Grenze zu Bangladesch. In Rakhine unterdrückt die Armee von Myanmar gewaltsam die ethnisch-religiöse Minderheit der muslimischen Rohingya.

In Kachin befindet sich seit dem Scheitern eines 17 Jahre währenden Waffenstillstands im Jahr 2011 die Armee im Krieg mit der Unabhängigkeitsarmee der Kachin. Der Konflikt hat sich inzwischen auf den nördlichen Teil des benachbarten Shan-Staates ausgeweitet. 120.000 Menschen sind vor den Kämpfen geflohen und leben unter äußerst schlechten Bedingungen in Notlagern.

KNA

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