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Papst eröffnet Karwoche mit Palmsonntagsprozession

Mit der traditionellen Palmsonntagsprozession auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus in Rom die Karwoche begonnen, in der Christen an Leiden und Sterben von Jesus Christus erinnern. Gemeinsam mit Kardinälen, Bischöfen und Jugendlichen zog der Papst mit einem Palmwedel in der Hand vom ägyptischen Obelisken in der Mitte des Platzes zum Altar. In seiner Predigt rief Franziskus zum vorbehaltlosen Einsatz für die Opfer von Krieg, Terror und Ausbeutung auf. Zu dem Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein waren einige zehntausend Besucher auf den Petersplatz gekommen.

Von Christen verlange Jesus mehr als "ihn bloß auf Gemälden und Fotografien oder in den Videos im Internet zu betrachten", sagte der Papst. Jesus sei vielmehr in den Leidenden von heute gegenwärtig, "in jedem von ihnen, und mit jenem entstellten Antlitz oder mit jener gebrochenen Stimme bittet er darum, angesehen zu werden, anerkannt, geliebt zu werden". Wer Jesus folgen wolle, könne das nicht mit Worten, sondern nur mit Taten tun, so Franziskus. Es gelte nach dem Vorbild Jesu auch Leid geduldig zu ertragen und sein Kreuz auf sich zu nehmen, erklärte er.
Der Gottesdienst am Palmsonntag eröffnet die liturgischen Feiern des Papstes zur Karwoche und Ostern. Am Gründonnerstag begibt sich Franziskus in ein Gefängnis nach Paliano bei Rom, um mit Häftlingen einen Gottesdienst zu feiern. Hierbei wird er auch die rituelle Fußwaschung vollziehen. Weitere Höhepunkte sind am Karfreitag der Kreuzweg des Papstes mit Zehntausenden am Kolosseum sowie die Ostermesse auf dem Petersplatz am Ostersonntag mit anschließendem Segen "Urbi et orbi".
Jesus, sagte Franziskus in seiner Predigt weiter, sei kein Träumer oder "New-Age-Prophet" gewesen, der falsche Hoffnungen verbreitet habe. Er sei vielmehr ein Gottesknecht und Diener des Menschen gewesen, der seinem Leiden entgegengegangen sei. Daher müssten Christen, wenn sie Jesus als König feierten, stets auch an dessen Leiden denken.
Die Palmsonntagsprozession auf dem Petersplatz erinnert an die frühchristlichen Märtyrer, die im antiken Zirkus des Nero ums Leben kamen, der früher an der Stelle des Petersplatzes stand. Papst Sixuts V. ließ den vom römischen Kaiser Caligula aus Ägypten nach Rom gebrachten Obelisken 1586 zum Gedenken an diese Märtyrer auf dem Petersplatz aufstellen. Der Überlieferung nach soll hier auch der Apostel Petrus gestorben sein.

KNA

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