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Studie: 130 Millionen Mädchen gehen weltweit nicht zur Schule

Weltweit gehen 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Das geht aus dem Bericht "Wo es für Mädchen am schwersten ist, in die Schule zu gehen" der entwicklungspolitischen Organisation One hervor, der am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. Neun von zehn der betroffenen Ländern liegen demnach in Afrika. Die Erhebung wurde anlässlich des Weltmädchentages am Mittwoch vorgestellt.

Im Südsudan ist demnach der Anteil der Mädchen, die nicht zur Schule gehen, am größten, gefolgt von der Zentralafrikanischen Republik und Niger. Zwar sei der Schulbesuch in diesen Ländern für alle Kinder problematisch, Mädchen hätten es aber besonders schwer. Laut der Analyse besuchen im Südsudan 74 Prozent der Mädchen zwischen sechs und elf Jahren keine Schule. Zudem sei die Qualität in den Einrichtungen häufig sehr schlecht.

In der Zentralafrikanischen Republik kümmere sich ein Lehrer um 80 Kinder, erklärte die Komikerin Carolin Kebekus, die Botschafterin der Organisation ist. Kebekus war den Angaben zufolge Anfang Mai mit One nach Sambia gereist, um sich dort über die Situation von Mädchen zu informieren. "Ich war total überwältigt, wie gerne die Kinder dort zur Schule gehen", sagte sie. Was in Deutschland selbstverständlich sei, sei in Ländern, die unter extremer Armut leiden, vor allem für viele Mädchen ein Traum. "Das muss sich ändern."

KNA

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