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Umgang bayerischer Behörden mit NS-Vergangenheit wird untersucht

Als erstes Bundesland lässt Bayern den Umgang seiner Behörden mit ihrer NS-Vergangenheit systematisch erforschen. Ein Team des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) hat den Auftrag erhalten, die Personalpolitik und Verwaltungspraxis im Freistaat von 1945 bis 1975 zu durchleuchten. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) sprach am Montag bei der Vorstellung des Projekts von einem notwendigen Akt der "Selbstvergewisserung". Der Freistaat finanziert das auf sechs Jahre angelegte Vorhaben auf Basis eines einstimmigen Landtagsbeschlusses mit 1,8 Millionen Euro.

IfZ-Direktor Andreas Wirsching sagte, das bayerische Projekt sei mit seinem breiten Ansatz bundesweit einzigartig. Erstmals werde nicht eine einzelne Institution, sondern der "personelle und funktionale Gesamtzusammenhang einer Landesregierung von der Ministeriumsspitze bis hinunter auf die Vollzugsebene" in den Blick genommen. Näher untersucht werden sollen in Einzelstudien die Staatskanzlei, die Finanzverwaltung, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz sowie das öffentliche Gesundheitswesen. In einer zweiten Phase sollen die Polizei und das Kultusministerium mit seiner Schulabteilung folgen.
Den Historikern geht es nicht nur um die personellen Brüche und Kontinuitäten in Bayern beim demokratischen Neuanfang nach 1945. Herausgearbeitet werden sollen auch inhaltliche Verbindungslinien. Dafür bietet sich laut Wirsching etwa die von der NS-Rassenideologie besonders stark durchtränkte Gesundheitspolitik mit ihren eugenischen Praktiken wie Zwangssterilisierungen an.
Spaenle sagte, bei der Untersuchung werde aber auch deutlich werden, wie in der NS-Zeit verfolgte Kräfte aus der Weimarer Republik nach 1945 zum Gelingen des demokratischen Weges beigetragen hätten.

KNA

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