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Vatikan-Apotheke denkt über Online-Vertrieb nach

Die Apotheke des Vatikanstaats denkt über einen Einstieg in den Online-Handel nach. Dies wäre vor allem zum Nutzen von Kunden, die nicht regelmäßig zur Apotheke kommen könnten, sagte deren Leiter Thomas Binish Mulackal der Vatikanzeitung "Osservatore Romano".

Ein möglicher Internet-Dienst verlange aber eingehende Prüfung und müsse das «richtige Maß» haben, so der Pharmazeut und Ordensmann. Konkrete Pläne gebe es derzeit nicht. In Italien ist der Online-Vertrieb rezeptpflichtiger Medikamente nicht erlaubt.
Die Vatikan-Apotheke auf der Rückseite des Apostolischen Palastes bedient nach eigenen Angaben täglich 2.000 bis 2.500 Kunden, die Hälfte von ihnen Vatikanmitarbeiter oder deren Angehörige, die übrigen Externe. Wegen der Eigenständigkeit des Vatikanstaats kann sie auch ausländische Medikamente führen, die in Italien nicht im Handel sind. Das Sortiment umfasst laut Mulackal rund 42.000 Produkte; zu den Lieferanten zählen Pharmaunternehmen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und den USA.
Die Vatikan-Apotheke wurde 1874 vom vormaligen leitenden Pharmazeuten des römischen Krankenhauses San Giovanni di Dio gegründet, das vom Krankenpflegeorden der Fatebenefratelli betrieben wird. Bis heute liegt die Leitung in der Hand von Ordensbrüdern. Die päpstliche Apotheke ist auch für Nicht-Vatikanbedienstete zugänglich. Diese müssen am Eingang des Vatikanstaats ein Ausweisdokument und ein gültiges Rezept vorweisen.

KNA

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