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Kirchen betroffen über Katastrophe bei Love Parade PDF Drucken E-Mail
Die Kirchen im Ruhrgebiet haben mit Betroffenheit auf das Unglück bei der Love Parade in Duisburg reagiert. "Dass so viele junge Menschen, die fröhlich und unbeschwert feiern wollten, ihr Leben verloren haben, erfüllt mich mit großem Schmerz", sagte der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck am Sonntag. In Gedanken und im Gebet sei er bei den Opfern, ihren Angehörigen, Familien und Freunden. Auch der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker rief zum Gebet für die Opfer auf.

Bei einer Massenpanik in einem Tunnel auf dem Zugangsweg zum Festivalgelände auf dem Alten Güterbahnhof von Duisburg waren am Samstagabend 19 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 300 Personen wurden verletzt. Die Techno-Party wird seit 2007 im Ruhrgebiet gefeiert.

Die Evangelische Kirche im Rheinland verdoppelte nach der Katastrophe die Zahl der Notfallseelsorger vor Ort von 15 auf 30. In der nahe dem Unglücksort gelegenen katholischen Kirche Sankt Gabriel wurde am Sonntagvormittag die Totenglocke für die Opfer geläutet.

Auch Papst Benedikt XVI. gedachte beim Angelus-Gebet am Sonntagmittag in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo der jungen Menschen, die auf tragische Weise ums Leben gekommen seien. Bundespräsident Christian Wulff äußerte die Hoffnung, dass die Ursachen des Unglücks "rückhaltlos aufgeklärt werden".

Unterdessen gab der Veranstalter laut Medienberichten das Aus für die Love Parade bekannt. Es habe sich bislang immer um eine "friedliche Veranstaltung und fröhliche Party" gehandelt, so Organisator Rainer Schaller in Duisburg. Künftige Veranstaltungen würden von den tragischen Ereignissen überschattet sein. Deswegen solle es keine Fortsetzung mehr geben.

 
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