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Krieg in der Ukraine:

Bischof Bertram ruft zum inständigen Gebet auf

AUGSBURG – Bischof Dr. Bertram Meier zeigt sich schockiert und erschüttert über die Nachrichten aus der Ukraine und hat alle Gläubigen des Bistums zum „inständigen Gebet“ aufgerufen. Besonders schließt sich Bischof Bertram dem Aufruf des Papstes an, den Aschermittwoch als einen Tag des Gebets und des Fastens für Frieden in der Ukraine zu begehen.

Papst Franziskus hatte am vergangenen Mittwoch die Einladung zum Tag des Gebets ausgesprochen und gesagt: „Jesus hat uns gelehrt, dass man auf die teuflischen Einflüsterungen und die teuflische Sinnlosigkeit der Gewalt mit den Waffen Gottes antwortet: mit Gebet und Fasten.“ 

Bischof Bertram bittet alle Gemeinden und alle Menschen guten Willens, diesem Appell des Papstes Rechnung zu tragen, auch in den Aschermittwochsgottesdiensten selbst.  „Berücksichtigen Sie das Anliegen in den Fürbitten, schließen Sie den Aschermittwochsgottesdienst mit dem Gebet um Frieden aus der Vorlage des Liturgiereferenten ab, organisieren Sie ein eigenes Friedensgebet in diesen Tagen, aber bitte beten Sie“, formuliert Bischof Bertram seinen Herzenswunsch. „Die Menschen in der Ukraine brauchen unser Gebet jetzt noch mehr.“ Bischof Bertram selbst wird dieses Gebetsanliegen beim Aschermittwoch der Künstler aufgreifen.

Mit seiner Bitte, sich am Gebets- und Fasttag des Papstes zu beteiligen, erneuert Bischof Bertram seinen Aufruf zum Gebet für Frieden in der Ukraine, den er bereits in der vergangenen Woche an alle Pfarreien und Ordensgemeinschaften gerichtet hatte.

Auch die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) haben gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) zum Gebet für den Frieden in der Ukraine aufgerufen. Die Gläubigen seien eingeladen, am kommenden Sonntag am frühen Abend sich in Friedensgottesdiensten und gemeinsamen Gebeten mit den Opfern des Krieges zu verbinden und Frieden für die geschundene Ukraine zu erbitten. Auf das Gebet sollen überall die Kirchenglocken aufmerksam machen. Anregungen für Friedensgebete sind ab Samstag auch auf den Internetseiten www.ekd.dewww.dbk.de und www.oekumene-ack.de abrufbar.

Bereits am Dienstag hatte Bischof Bertram sich mit deutlichen Worten geäußert: „Ich blicke mit großer Sorge auf die aktuelle Lage in der Ukraine. Die Entwicklungen der vergangenen Tage und Stunden haben der Situation eine weitere, geradezu dramatische Dynamik verliehen“, betonte der Bischof in einem Statement zu der aktuellen Lage in dem Land. „Die Menschen in der Ukraine brauchen uns, unsere Solidarität und auch unser Gebet. Schon vor zwei Wochen habe ich allen Partnern, mit denen wir im Bistum Augsburg über die Abteilung Weltkirche regelmäßig und oft schon seit Jahren zusammenarbeiten und die wir mit ihren pastoralen und sozialen Projekten unterstützen, unsere Solidarität bekundet, unser Mitgehen in Gedanken und auch unser Gebet. Ich selbst bin mit Christen in der Ukraine auch menschlich verbunden, einige Bischöfe darf ich zu meinen Freunden zählen. So leide ich mit, denn wenn ein Glied des Leibes Christi in Not ist, teile ich diese Gefühle und versuche, ein solidarisches Zeichen zu setzen. Als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz appelliere ich an alle an diesem Konflikt Beteiligten, weiter an einer friedlichen Lösung zu arbeiten. Zum Frieden darf es keine Alternative geben.“

pba

25.02.2022 - Bischöfe , Bistum Augsburg , Krieg