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Professjubiläum Ursberg

Dank an Gott für diesen Weg

Ursberg – Am Josefstag im März und am 4. Oktober werden die Ordensschwestern geehrt, die nach 50 und mehr Jahren ihr in der ewigen Profess geleistetes Versprechen erneuern. Das Fest des heiligen Franziskus feierten die Schwestern der St. Josefskongregation Ursberg diesmal am 3. Oktober mit einem Festgottesdienst.

Der Geistliche Direktor Martin Riß konnte in diesem Herbst fünf Schwestern beglückwünschen. Bereits seit 70 Jahren im Dienst des Herrn und der Kongregation ist Schwester Albana Götz aus dem Landkreis Nördlingen. Bis 1991 war sie in der Landwirtschaft tätig und hat sich um die Aufzucht der Kälber sowohl im Betrieb in Ursberg als auch auf Höfen der Filialen gekümmert. Danach half sie in Breitbrunn am Ammersee, bis sie im verdienten Ruhestand 2017 auf die Pflege­station in Ursberg wechselte. 

Die Schwestern Amata Stark und Lioba Sandl feierten ihre 65-jährige Profess. Die Augsburgerin Amata Stark leitete in Ursberg Betreute zu kreativer und manueller Arbeit an, bis sie 1992 in die Seniorenbetreuung nach Breitbrunn wechselte, wo sie bis 2002 auch das Amt der Oberin ausübte. Seit 2000 bringt sich Schwester Amata im Krumbad ein, ist Gästebetreuerin und Aushilfe in der Sakristei. 

Schwester Lioba Sandl aus Oberbayern war als Damenschneidermeisterin seit 1957 für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig. Seit 2001 sorgt sie nun im Mutterhaus für eine korrekte Tracht ihrer Mitschwestern.

Ihre 60-jährige Profess konnten die Schwestern Michaelis Schmidt und Talida Kobold begehen. Die Lehrerin Schwester Michaelis, die von 1964 bis 1976 unter anderem auch Sport am Gymnasium und an der Mittelschule unterrichtete, stammt aus dem Landkreis Hilpoltstein. Von 1976 bis 2002 brachte sie sich im Ordensleben als Noviziatsleiterin ein, von 1981 bis 87 als Generalvikarin. Nach Diensten im Mutterhaus und in Breitbrunn verbringt sie ihren Lebensabend in St. Salvator.

Heilerziehungspflegerin Schwester M. Talida Kobold kam aus dem Allgäu nach Ursberg. Ihre Arbeit führte sie auch nach Breitbrunn und ab 2002 nach Maria Bildhausen. Seit 2017 lebt sie wieder in Ursberg im Haus St. Salvator.

Martin Riß stellte den Festgottesdienst zum einen unter das Motto des Dankes an Gott, der die Jubila­rinnen auf diesen Weg geführt habe. Zudem habe man im Leben besondere Menschen, denen man viel zu verdanken habe. 

Der zweite tragende Aspekt der Feier, den Riß ins Zentrum seiner Predigt stellte, bezog sich auf die Aussage des Ordensgründers Franz von Assisi: „Der Weg zu Gott kann niemals am Menschen vorbeiführen.“ Das Bild eines barmherzigen Gottes, das auch im Evangelium des Tages, dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter, verdeutlicht wurde, gebe Zuversicht und Sicherheit. Ursprung der Barmherzigkeit, führte Riß aus, sei die Liebe. 

Wer von Liebe getragen werde, könne diese weitergeben und barmherzig handeln. So haben die Schwestern Zuversicht weitergegeben, Geborgenheit vermittelt und dabei stets auf die Barmherzigkeit Gottes vertraut.

Gertrud Adlassnig

18.10.2022 - Bistum Augsburg , Jubiläum , Orden