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Einst Judoka, heute Hometrainer

Passauer Oberhirte Oster ist neuer Sportbischof

Stefan Oster (57), katholischer Bischof von Passau, verfügt über Kampfsporterfahrung. "In meiner Kindheit und frühen Jugend war ich recht erfolgreich als Judoka", sagte Oster in einem am Donnerstag verbreiteten Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Im Judo habe er auch seinen besten Trainer gehabt. Dieser habe über "die zwei wichtigsten Eigenschaften" eines Trainers verfügt: Leidenschaft für sein Metier und ein Herz für Kinder und Jugendliche. "Von ihm habe ich wirklich viel gelernt, sportlich und menschlich."

Oster ist seit Frühjahr neuer Sportbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz. Am professionellen Sport stört den Kirchenmann einiges: "Kommerz, Doping, Korruption, ungehörige Vermengung mit politischen Interessen und mehr." Eine "interessante Persönlichkeit" ist für den Bischof der Teamchef des FC Liverpool, Jürgen Klopp: "Er ist ein erfolgreicher Trainer und spricht zugleich offen von seinem Christsein."

Zu seinen aktuellen sportlichen Aktivitäten befragt, antwortete der Bischof: "Ich habe einen Crosstrainer daheim, den ich regelmäßig nutze, und ich mache Gymnastik." In jungen Jahren habe er auch Tennis, Basketball und Fußball gespielt. Bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Passau 2014 habe er "regelmäßig und intensiv Sport gemacht".

Oster nimmt als Sportbischof am Freitag an der Feier zum 50-jährigen Bestehen der deutschen Olympiaseelsorge in München teil. Vorab würdigte er die Arbeit der bei großen Wettkämpfen tätigen Seelsorger als Ansprechpartner der Athleten, gerade auch in Krisen: "Sie halten gewissermaßen die Tür zur Seele der Menschen offen und hoffentlich auch zum Himmel."

KNA

06.10.2022 - Bischöfe , Deutschland , Sport