„Wie im Himmel, so auf Erden“ (Mittwoch, 12. Juni 2019 07:33:00) / Bistum Regensburg / Neue Bildpost

8000 Teilnehmer bei der 190. Regensburger Diözesanfußwallfahrt nach Altötting

„Wie im Himmel, so auf Erden“

REGENSBURG/ALTÖTTING (mh/md) – Die 190. Regensburger Diözesanfußwallfahrt, die mit ihren 8000 Teilnehmern die zweifellos größte dieser Art in Deutschland ist, stand unter dem Leitwort: „Wie im Himmel, so auf Erden!“ Mit dabei war heuer erstmals eine 30-köpfige Gruppe junger Christen unter der Leitung von Christina Greger aus Schwarzenfeld, welche die gesamte dreitägige Wallfahrt auf der 111 Kilometer langen Pilgerstrecke ein schön gestaltetes großes Banner mit der Aufschrift „jungewallfahrt“ mittrugen und damit auch feierlich in die Altöttinger Basilika einzogen.

Bischof Rudolf Voderholzer zeigte in seiner Predigt beim Abschlussgottesdienst in der restlos überfüllten Basilika St. Anna „den Himmel auf Erden“ auf und dankte den mitbetenden Gläubigen sowie den Organisationen und Institutionen mit ihren Helfern „für diesen überzeugenden Glaubensbeweis“. 

Bischof Rudolf hatte die Pilger am Donnerstag in Regensburg verabschiedet. Bereits am Freitagabend war er nach Massing gekommen und sprach dort mit den Helfern der Regensburger Fußwallfahrt. Er ließ es sich auch nicht nehmen, zusammen mit den Pilgern um 3 Uhr Früh die dritte und letzte Etappe mitzugehen und mit ihnen auf dem Weg nach Altötting gemeinsam zu beten und zu singen. 

Auf dem Kapellplatz empfing und segnete Bischof Rudolf am Samstagvormittag die Pilger. Diese hatten anlässlich des 190. Jubiläums der Fußwallfahrt 190 rote Rosen mitgebracht, die Pilgerpfarrer Hannes Lorenz vor dem Gnadenbild anordnete. 

Wie bereits in den letzten beiden Jahren verblieb die Kopie des Gnadenbildes nicht auf dem Kapellplatz, sondern zog am Ende des Zuges, getragen von Wallfahrtsrektor Günther Mandl, mit dem Bischof in die volle Basilika ein. 

Pilgerpfarrer Hannes Lorenz begrüßte die Wallfahrer mit einem sehr herzlichen „Wir sind wieder da bei der Gnadenmutter in Altötting, einem Ort, wo der Himmel die Erde berührt“. Sein besonderer Gruß galt Bischof Rudolf, der nun auch als prominentes Mitglied dem Pilgerverein beigetreten ist. 

Ebenfalls mit herzlichen Worten und spürbarer Freude wandte sich Bischof Rudolf an die Pilger: „Erschöpft, aber überglücklich und mancher auch mit Tränen in den Augen sind wir am Ziel dieser Wallfahrt angekommen. Zu Ehren der Gottesmutter haben wir einen riesigen Strauß von 190 roten Rosen der Gottesmutter mitgebracht. Als Gebetsgemeinschaft waren wir in diesen drei Tagen unterwegs zum Pfingstfest in die Mitte des Heiligen Geistes, um mit dessen Kraft auch ein Stück Himmel auf Erden erfahrbar zu machen.“

In seiner Predigt ging Bischof Rudolf auf das Motto der Wallfahrt „Wie im Himmel, so auf Erden“ ein. Der Himmel sei überall dort, wo eine heilende Beziehung zwischen den Menschen bestehe und wo Gottes Liebe verwirklicht werde. So beginne der Himmel auch auf Erden, wo Gottes Wille und sein Wort erhört, erfüllt und verwirklicht würden. Jeder Einzelne, der mitgegangen sei, habe durch sein Beten und Singen bei dieser Wallfahrt zu einem Stück Himmel auf Erden beigetragen.

Der Dank des Bischofs galt den mitbetenden Gläubigen sowie den Organisationen und Institutionen mit ihren Helfern „für diesen überzeugenden Glaubensbeweis“. Bischof Rudolf bat um die Stärkung durch den Heiligen Geist und die Fürbitte der Gottesmutter Maria zur Stärkung des Glaubenslebens. 

Der Dank des Geistlichen Beirates Hannes Lorenz ging auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer der Regensburger Diözesanfußwallfahrt mit Pilgerführer Bernhard Meiler an der Spitze. Mit einem Ehrenpilgerstab wurden unter großem Applaus der langjährige Betreuer des großen WC-Wagens, Hermann Frischholz aus Oberwildenau, und der Mallersdorfer Polizeichef, Polizeihauptkommissar Martin Haltmayer aus Sandsbach, für ihre Verdienste um die Regensburger Fußwallfahrt ausgezeichnet. Mit einer Wallfahrerkerze und großem Beifall wurde Josef Neft gedankt, der seit 30 Jahren zu den Männern der Wallfahrt gehört und mit seiner Schildertruppe dafür sorgt, dass alles im Hintergrund bestens klappt. 

Musikalisch gestaltet wurde der Pilgergottesdienst von der Schwarzenfelder Blaskapelle unter der Leitung von Karl Stephan.

12.06.2019 - Bistum Regensburg , Wallfahrt