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Oberammergauer Passion

Regisseur Stückl: Bühnenproben ab Januar 2022

Der Regisseur Christian Stückl will ab Januar 2022 wieder mit den Bühnenproben für das Oberammergauer Passionsspiel beginnen. "Das hoffen wir zumindest", sagte der Passionsspielleiter und Intendant des Münchner Volkstheaters am Donnerstag in München. Anlass war die Vorstellung des neuen Hauses und dessen Spielplan.

Noch sei nicht klar, wie es auf der Bühne gelingen solle aufgrund der anhaltenden pandemischen Lage, dass sich dort 1.500 Leute aufhalten können. Für den Zuschauerraum, der über 4.000 Personen fasst, sei aber wohl inzwischen eine Lösung gefunden.

Bereits im Dezember 2021 ist geplant, eine erste Leseproben mit den Darstellern anzusetzen, wie Frederik Mayet, Pressesprecher der Passionsspiele und des Volkstheaters, bestätigte. Er selbst steht bei den 42. Oberammergauer Passionsspielen zum zweiten Mal als "Jesus" auf der Bühne. Der Technische Leiter des Volkstheaters, Carsten Lück, wird als "Pilatus" zu sehen sein.

Coronabedingt waren die laufenden Proben zur Passion im März 2020 abgebrochen und um zwei Jahre verschoben worden. Sie sollen nun vom 14. Mai bis 2. Oktober 2022 stattfinden. Vorgesehen sind 103 Aufführungen. Die Passionsspiele gehen auf das Pestjahr 1633 zurück. Damals legte die Oberammergauer Bevölkerung das Gelübde ab, alle zehn Jahre ein Spiel zu Ehren Gottes aufzuführen, wenn keiner mehr an der Seuche sterbe. Seither findet dieses - mit einigen Ausnahmen - regelmäßig statt. 2014 wurde das Passionsspiel von der Unesco in die Liste des Immateriellen Erbes der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen.

KNA