Gesponsert: Initiative krebskranke Kinder München e.V.

Wenn alle Träume zerplatzen

„Im Fußballtraining hat mein rechter Fuß zum ersten Mal wehgetan“, erzählt  Luca. Mit zehn Jahren träumt er davon, Profi-Fußballer zu werden. Die zunächst scheinbar harmlosen Schmerzen werden schon bald unerträglich. Es folgen unzählige Arztbesuche und Untersuchungen. Die niederschmetternde Diagnose: Ewing Sarkom, Knochenkrebs. Von einem Augenblick zum anderen sind alle Träume zerplatzt.  
Rund 2000 Kinder und Jugendliche erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Bis Ende der 1960er Jahre kam die Diagnose einem Todesurteil gleich, mehr als 80 Prozent der erkrankten Kinder starben. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich die Chancen erheblich verbessert. Mittlerweile überleben etwa 80 Prozent der jungen Patienten. Obwohl betroffene Eltern heute also sehr viel hoffnungsvoller sein dürfen, bedeutet die Krebserkrankung des Kindes eine extreme Belastung für die ganze Familie.
Luca verbringt die nächsten Monate in der Klinik, an Schule und Fußballspielen ist nicht mehr zu denken. Jetzt geht es ums Überleben. Seine Eltern sind rund um die Uhr bei ihm. Chemotherapie, operative Abnahme der ganzen Ferse und wieder Chemotherapie.  
Seit 1985 unterstützt die „Initiative krebskranke Kinder München e.V.“ junge Patienten wie Luca und ihre Angehörigen. Zum Beispiel durch die Bezahlung von Psychologen und Therapeuten auf der Kinderkrebsstation, durch kliniknahe Wohnungen, wo Eltern während der Akuttherapie übernachten können, und durch die Finanzierung von wohltuenden Auszeiten.
Es sind aber auch die vielen kleinen Angebote, die Freude machen und Kraft geben: gemeinsames Kochen, Musik- und Kunsttherapie, Geburtstagsfeiern sowie Spiel­material oder ein bequemer Sessel neben dem Krankenbett. Die „Initiative krebskranke Kinder“ finanziert zudem das psychosoziale Nachsorge-Projekt KONA, das Patienten und Eltern nach der Therapie berät und begleitet, wenn ein neuer Alltag gefunden werden muss.
Wie schwierig das ist, wissen auch Luca und seine Eltern. Mühsam findet Luca wieder Anschluss in der Schule, kämpft sich durch und schafft letztendlich ein hervorragendes Abitur – obwohl kurz vor Schul­ende ein neuer Befund die Familie in Panik versetzt. Eine halbe Niere muss entfernt werden. Seitdem geht es Luca gut, er studiert, macht viel Sport. Hin und wieder besucht er die Kinderkrebsstation, um selbst Mut zu machen und Kraft zu spenden.

Angelika Andrae-Kiel

 
Mehr Informationen:
www.krebs-bei-kindern.de

17.06.2019 - Anzeigen , Hilfswerke , Senioren