„Eine Geschichte des Segens“ (Dienstag, 30. April 2019 07:20:00) / Bistum Regensburg / Neue Bildpost

Festgottesdienst zum 100-jährigen Bestehen des KDFB Beratzhausen

„Eine Geschichte des Segens“

BERATZHAUSEN (mb/sm) –  Mit einer Reihe von Veranstaltungen feiert der Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) in Beratzhausen in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Am 13. April 1919 war die Gründung des Vereins im Gasthaus Paulus erfolgt. Zeitnah am Jubiläumstermin feierte der KDFB Beratzhausen am vergangenen Sonntag einen Festgottesdienst.

Eine große Anzahl an Zweigvereinen aus den Nachbarorten und die Vereine der Pfarr- und Marktgemeinde zogen mit ihren Fahnenabordnungen und musikalisch begleitet von der Blaskapelle Beratzhausen vom Essenbügl zur Pfarrkirche. Nach der Begrüßung der Ehrengäste segneten Pfarrer Waldemar Spyra, Geistlicher Beirat des KDFB-Bezirks Parsberg, und Monsignore Dekan Georg Dunst, Geistlicher Beirat des Jubelvereins, die neue Frauenbundkerze. 

Gemeindereferentin Lea Schäfer, die den Gottesdienst vorbereitet hatte, erbat von einigen Frauen ihre Motive zur Mitwirkung im Frauenbund: Mitgestaltung des Gemeindelebens, Gleichberechtigung von Frauen in Gesellschaft und Kirche, das breite Bildungsangebot, Engagement für Frauen in Not, gemeinsam im Glauben unterwegs sein.

Auf dem Weg sein

Das aktuelle KDFB-Motto „bewegen“ griff Monsignore Dunst in seiner Predigt auf. Bewegung stehe für Aktivität und Modernität. Zur weiteren Betrachtung nahm der Geistliche den Wortteil „Weg“ heraus, der auf ein Ziel gerichtet ist. Dieses „unterwegs auf ein Ziel sein“ werde schon in der Bibel (zum Beispiel bei Abraham, Jesus, Maria Magdalena und den Aposteln) deutlich, vor allem im Kreuzweg Jesu, bei den Frauen am leeren Grab, durch die Begegnungen mit dem auferstandenen Christus und die Sendung der Apostel. „Ostern ist der Urimpuls der Begegnung, aus der die Kirche sich auf den Weg gemacht hat. Die Kirche ist eine der erstaunlichsten und größten Wegeinrichtungen der Geschichte“, erklärte Dunst. 

Er blieb bei der Historie und den kirchlichen Aufbrüchen, wozu am Beginn des 20. Jahrhunderts auch die Frauenbewegung in Form der Frauenbünde (1911 bayerischer Landesverband) gehörte – mit dem Verein in Beratzhausen ab 1919, der bald auf 188 Mitglieder anwuchs. 

Am „K“ festhalten

Der Geistliche dankte dem Jubelverein für sein „wunderbares Wirken auch für die Pfarr- und die Marktgemeinde“ und würdigte die 100 Jahre als „eine Geschichte des Segens, eine Licht- und Leuchtspur“. Zugleich ermunterte er die Frauen, weiter am „K“ im Vereinsnamen festzuhalten. Denn Jesus Christus, „die innere Mitte, die alles zusammenhält“ gehe auf dem Weg voraus. „Wir sind von ihm bewegt, und nur so können wir andere bewegen. Um auch künftig viel bewegen zu können, gibt Gott seinen Segen dazu“, schloss der Geistliche Beirat seine Predigt.

Beim Empfang im Pfarrheim segneten nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Elfriede Riepl die zwei Pfarrer das von der Beratzhausener Künstlerin Anna Beckstein-Pilz geschaffene Jubiläumsgemälde, das im Saal seinen Platz finden wird. Die Bilddetails (chronologische Daten, Frauenbundgründerin Ellen Ammann, Frauenbundfahne, Mariensäule, Kreuzweg zur Maria-Hilf-Kirche, Solibrot-Aktion usw.) erläuterte Michael Eibl. 

Den Festgottesdienst und den Empfang gestalteten musikalisch die Choryphäen unter der Leitung von Resi Dinauer sowie Elisabeth und Katharina Pauthner.